Schematherapie
Die von J. Young in den USA entwickelte Schematherapie ist ein integrativer Ansatz zur Erklärung und Behandlung schwer behandelbarer Störungsbilder. Sie integriert dabei Theorien und Techniken verschiedener Therapiemethoden in ein einheitliches, neurobiologisch fundiertes Konzept, z.B. die Bindungsforschung, die Förderung von Selbstreflexion, die Konfliktbearbeitung in der Therapiebeziehung sowie den Expositions- und Trainingsansatz der Verhaltenstherapie.
Persönlichkeitsstörungen werden als Folge kindlicher Beziehungserfahrungen (z.B. Vernachlässigung, Ablehnung, Beschämung) aufgefasst, die sich als negative „Schemata“ in die neuronale Struktur des Menschen „eingebrannt“ haben.
In der Schematherapie werden die bewährten psychotherapeutischen Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie, d.h. die Veränderung gedanklicher Prozesse und problematischer Verhaltensmuster, ergänzt durch emotionsorientierte Interventionen wie beispielsweise imaginative Techniken oder Stuhldialoge. Solche Stuhltechniken sind zum Beispiel gut geeignet, um inneren Konflikten oder widersprüchlichen Motiven Ausdruck zu verleihen und damit verbundene Emotionen deutlicher einzuordnen.
Bei Interesse gibt es weitere Informationen z.B. hier zusammengefasst:
https://schematherapysociety.org/
https://www.youtube.com/watch?v=w_UHaYZQUXE
http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/therapie-gegen-depressionen-heilende-reise-in-die-kindheit-a-864780.html